Keine Kompromisse: §219a muss weg!

§219a muss weg!

Pro Choice Deutschland e.V. ist ein Verein, der sich für die körperliche Selbstbestimmung einsetzt. Der Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens. Dazu gehört aus unserer Sicht die vollständige Abschaffung des Paragraphen 219a, in dem Ärzt*innen verboten wird, Schwangere über ihre Leistungen zu informieren. Die Überschrift des 219a im Strafgesetzbuch „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ ist irreführend und falsch, weil Ärzt*innen keine Werbung für Abbrüche machen, sondern ihre Patientinnen informieren.

Der Verein finanziert sich hauptsächlich über Spenden – wir freuen uns daher sehr über Ihre Unterstützung!

Warum?

Kaum zu glauben – aber nur für diesen einen Satz wurde die Frauenärztin Dr. Bettina Gaber angezeigt und rechtskräftig verurteilt – und zwar nach der sogenannten „Reform“ des Paragraphen 219a. Das zeigt, wie nutzlos und gefährlich der Paragraph noch immer ist. Und das ist kein Einzelfall. Im Gegenteil zeigen radikale Frauenfeinde regelmäßig Ärzt*innen und Kliniken auf Basis des Paragraphen 219a an. Immer weniger Praxen und Kliniken trauen sich deshalb noch, über ihre Leistungen zu informieren. Bettina Gaber sowie die ebenfalls nach 219a verurteilte Kristina Hänel (Fachärztin für Allgemeinmedizin) haben Verfassungsbeschwerde gegen ihre Verurteilungen und den Paragraphen 219a StGB beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt.

Helfen Sie uns, diesen untragbaren Zustand zu ändern und unterstützen Sie die gegen 219a kämpfenden Ärzt*innen!

Spenden

Als eingetragener Verein können wir Spenden entgegennehmen und Spendenbescheinigungen ausstellen. Aus organisatorischen Gründen kann es einige Zeit dauern, bis Ihre Spende abgebucht wird. Die Abwicklung Ihrer Spenden wird durch die Plattform fundraisingbox.com (Wikando GmbH) mit Sitz in Augsburg vorgenommen und erfüllt sowohl die vorgeschriebenen Datenschutzvorschriften wie auch die gängigen Sicherheitsstandards für Zahlungen im Internet. Derzeit können wir für Spenden nur das Lastschriftverfahren anbieten, in den nächsten Tagen werden die üblichen, weiteren Möglichkeiten hinzukommen.

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Nora Szász

„Ein Kind zu bekommen oder nicht, ungewollt nicht schwanger zu werden, ungewollt schwanger zu sein – all das kann zum Leben dazugehören. Da braucht es keine Strafgesetze, denn es ist Teil gesundheitlicher Versorgung. Und es ist vor allem eines: etwas sehr Persönliches, für das der Staat Sorge zu tragen hat. Deshalb schließe ich mich der Forderung an, reproduktive Gerechtigkeit zum Regierungsziel zu erheben.“

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Alicia Baier

“ §219a soll uns Ärzt*innen einschüchtern und mundtot machen. Doch gerade beim Thema Abtreibung braucht es seriöse Information, da viele irreführende Inhalte kursieren. Die Weltgesundheitsorganisation fordert ihre Mitgliedstaaten auf, Informationsverbote zum Schwangerschaftsabbruch abzuschaffen. Ich finde es beschämend, dass Deutschland dennoch an diesem Paragraphen festhält.“

Dr. Michael Schmidt-Salomon 3. September 2018

Michael Schmidt-Salomon

„Die deutschen Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch beruhen noch immer auf den obskuren Botschaften, die Papst Pius IX. angeblich von der ‚Gottesmutter‘ Maria empfangen hat. Solche Dogmen haben im modernen Rechtsstaat nichts verloren! Daher ist es an der Zeit, nicht nur §219a StGB zu kippen, sondern die gesamte Gesetzgebung zum Schwangerschaftsabbruch zu reformieren!“

Kristina Hänel

„Durch die Anzeige von fundamentalistischen Abtreibungsgegnern kam ich vor Gericht und wurde verurteilt, weil ich sachliche und seriöse Informationen zum Schwangerschaftsabbruch auf meiner Website bereitstelle. Ich kämpfe dafür, dass der unsägliche §219a endlich Geschichte wird. Informationsrecht ist ein Menschenrecht!“

Kersten Artus

„Die Folgen des 219a sind fatal: Immer weniger Ärztinnen und Ärzte führen Schwangerschaftsabbrüche durch, immer schlechter finden ungewollt Schwangere eine Möglichkeit, einen Abbruch durchführen zu lassen. Die Grundversorgung für ungewollt Schwangere ist mittlerweile akut gefährdet. Wer diese Zusammenhänge immer noch ignoriert, handelt dann auch verantwortungslos.“

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Eva Waldschütz

„Ich wurde schon zweimal von den Abtreibungsgegnern auf Basis des §219a  angezeigt. Dadurch wurde ich erst auf diesen Paragrafen aufmerksam und setze mich seitdem für dessen Abschaffung ein. Der § 219a gefährdet die Gesundheit von Frauen, da er einen niederschwelligen Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbruch verbietet. Die „Reform“ des §219a hat mehr Unklarheit als Klarheit gebracht. Der § 219 a tradiert Gesetze aus der NS-Zeit und muss gestrichen werden.“

Christiane von Rauch

Christiane von Rauch

„Ungewollt Schwangere brauchen seriöse und ausreichende Informationen über die Möglichkeiten eines straffreien Schwangerschaftsabbruchs und können diese niedrigschwellig und zeitnah auf den Websites der Ärzt*innen finden. Das aber will der §219a StGB verhindern. Er gefährdet damit die Gesundheit der Schwangeren und stabilisiert das gesellschaftliche Tabu. „Restore the natural order“ ist das Motto der internationalen, rechten, fundamentalistischen Bewegung, der Frauenhasser und Abtreibungsgegner. Der §219a trägt dazu bei, dass sie auf ihrem Weg zurück zu dieser „natürlichen Ordnung“ vorankommen. Das ist unerträglich! Auch deshalb setze ich mich für die Abschaffung des §219a ein.“

Erklärungsvideo